Nachgehakt: Ein Interview mit Pedalo pro Planet

Wir haben die Teilnehmer/innen von Pedalo pro Planet nach Ihrer erfolgreichen Pedalo-Tour ein paar Fragen gestellt und erhielten ehrliche, begeisternde und zum Schmunzeln bringende Antworten. Welches Engagement dahintersteckte und wie hoch die Motivation war, lesen Sie im Interview.

 

Pedalo: Was stellte bei den Vorbereitungen für die 100km lange Strecke von Karlsruhe nach Heidelberg auf den Pedalo-Geräten die größte Herausforderung dar?

Pedalo pro Planet:

Als wir mit unserer Idee an Pedalo herangetreten sind war es für die meisten von uns sehr lange her, seit wir das letzte Mal auf einem Pedalo gestanden sind. Die ersten Fahrversuche auf dem Sport S schlugen entsprechend spektakulär fehl – nach einer halben Radumdrehum standen die meisten wieder auf dem Boden. Wer nach zehn Metern noch oben war wurde mit Unglauben bejubelt. Schon einen einzigen Kilometer zu fahren fühlte sich unschaffbar an. Und wir hatten von hundert geredet‽

Mit ein paar Wochen Training wurde klar, dass Gleichgewicht und  Bewegungsablauf dann doch nicht das Problem sein würden. Die Ausdauer auf der anderen Seite bereitete uns noch immer ein wenig Kopfzerbrechen. Wenn die Oberschenkel erstmal brennen ist jede weitere Radumdrehung eine Qual. Sogar zehn Kilometer am Tag war für keinen von uns realistisch.

Also entschieden wir uns, die Distanz in Etappen mit wechselnden Fahrer:innen zu bestreiten. Damit war die größte Herausforderung logistischer Natur – und das ist gemeinsam gut zu bestreiten.

 

Pedalo: Habt ihr euch von Pedalo gut unterstützt gefühlt?

Pedalo pro Planet:

Gerade am Anfang hat uns der Enthusiasmus und die Selbstverständlichkeit, mit der unsere Idee aufgegriffen wurde, extrem bestärkt. Beispielweise erzählte Timo bei einem unserer ersten Gespräche, noch bevor die Machbarkeit überhaupt klar war, dass Pedalo mit dem Bau eines Prototypen begonnen hatte – extra für unsere Tour!

Aber nicht nur die Bereitstellung von Pedali, sondern beispielsweise auch solide Ideen zur Auswahl der Strecke, für die Präsentation unserer politischen Aussagen, und logistische Tips und Unterstützung für die eigentliche Tour haben der Moral in der Gruppe stark geholfen.

 

Pedalo: Gab es innerhalb der vier Tage Zweifel, ob die 100 km Strecke – und damit ein neuer Weltrekord – zu schaffen ist?

Pedalo pro Planet:

Zweifel gab es höchstens ganz zu Beginn, als noch die gesamte Strecke vor uns lag. Aber spätestens nach der ersten halben Stunde hat die gute Laune in der Gruppe klar gemacht: Wir schaffen das!

 

Pedalo: Was war am Start/am ersten Tag der schönste Moment? Gab es einen Tiefpunkt? Wie habt ihr euch wieder motiviert?

Pedalo pro Planet:

Der Druck, eine vorgegebene Distanz innerhalb einer vorgegebenen Zeit schaffen zu müssen, hat manchmal auf die Gemüter geschlagen. Glüchlicherweise aber nie für lange, denn irgendjemand aus der Gruppe hatte immer gute Laune und schaffte es, damit anzustecken. Der Zusammenhalt in der Gruppe und die durchängig positive und lösungsorientierte Herangehensweise machte das Lösen all der unvermeidlich auftretenden kleinen und größeren Probleme möglich.

 

Pedalo: Hat euch ein Pedalo-Gerät persönlich überzeugt? Würdet ihr Pedalo für Euch, Eure Eltern, Freunde, Geschwister, Neffen oder Nichten empfehlen? Kann jede(r) Pedalo fahren lernen?

Pedalo pro Planet:

Wir glauben, dass fast jede Person Pedalofahren lernen kann. Insbesondere zum Trainieren von Gleichgewicht bietet sich das Sport S an – wir schwören auf die Luftbereifung, vor allem für ungleichmäßigeren Fahrbahnbelag wie beispielsweise Schotter. Für das Training von Ausdauer taugt das Classic besser, da die ganze Konzentration der Vorwärtsbewegung gewidmet werden kann.

Für die kleinere Herausforderung, oder um einer Verletzung noch ein bisschen mehr Zeit zum heilen zu geben, bietet sich das Pedalo Classic an. Vor die Wahl gestellt haben sich die meisten aus unserer Gruppe für das Sport S mit Luftbereifung entschieden – der größere Reifendurchmesser erlaubt mehr Strecke bei gleich vielen Umdrehungen und mit der richtigen Portion Gleichgewicht und einer Menge Gewichtsverlagerung lassen sich sogar Kurven fahren, indem der Reifen auf einer Seite zusammengedrückt und der Raddurchmesser dadurch verringert wird.

Der eigens für uns gebaute Prototyp war definitiv sein eigenes Glanzstück. Blickfang und Rennmaschine in einem ist er auch für den ein oder anderen Trick zu gebrauchen, bietet bequem Platz für einen GPS Empfänger, und erlaubt dank Lenker den müden Pedalierenden eine Pause für die Beine.

 

 

Wir danken Ferdinand und dem gesamten Pedalo pro Planet Team und wünschen ihnen für das Jahr 2021 viele weitere spannende Projekte und viel Aufmersakmkeit.

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