Pertra® Informationen

Pertra® Fördermaterial

Das Pertra-Fördermaterial wurde nach dem Frostig-Konzept entwickelt und umfasst alle wichtigen Bereiche in der Ergotherapie.

In unseren Seminaren vermittelt die Ergotherapeutin Regina Marquart das fachliche Wissen sowie die praktische Anwendung zu verschiedenen Themen. Alle Teilnehmer/innen bekommen einen Einblick und viele Anwendungsideen, in welcher Form das Pertra-Fördermaterial in der Praxis eingesetzt werden kann sowie welche verschiedensten Therapieansätze damit kombiniert werden können.

Die Seminare sind im Rahmen der Fortbildungsverordnung anerkannt und beinhalten ein Handout.

Geschichte des Pertra-Satzes

Der erste Pertra-Spielsatz wurde 1972/73 in Zusammenarbeit von Studenten der Fachhochschule für Gestaltung in Schwäbisch-Gmünd, Mitarbeitern des Spastiker-zentrums der Hessingstiftung in Augsburg und der Firma Holz-Hoerz (Hersteller) entwickelt. Als theoretische Grundlage dienten vor allem die Arbeiten von Marianne Frostig.

Die Grundidee ging davon aus, eine Vorstufe zu den motorisch anspruchsvollen "Papier-Bleistift-Aufgaben" zu gestalten, welche besonders im Kleinkindalter und für Behinderte geeignet ist.

Die ursprüngliche Idee wurde im Laufe der Jahre weitergestaltet und dem Wandel in der Therapie angepasst. Diese Entwicklungen führten zu einem erweiterten Einsatz des Pertra-Materials und zu einer Umbenennung von Pertra-Spielsatz in Pertra-Fördermaterial.

(Die Bauteile des ersten Therapiematerials passen mit dem neuen Material zusammen)

Arbeiten mit dem Pertra-Fördermaterial

Mit dem Paradigmenwechsel in der Ergotherapie von konzeptorientierten Ansätzen hin zu betätigungsorientierten Ansätzen, hat auch das Pertra-Fördermaterial einen Wandel in der Förderung von Kindern mit Entwicklungs- und Lernschwierigkeiten erfahren.

Das Pertra-Fördermaterial unterstützt die betätigungsorientierte Förderung. Dabei wurden jedoch nie die Wurzeln aufgegeben. Teile der Grundlagenarbeiten von Marianne Frostig wurden im Laufe der Jahre durch neuere Erkenntnisse erweitert oder ersetzt.

Ein Grundpfeiler von Marianne Frostig war die humanistische Psychologie und die wert-schätzende Haltung gegenüber dem Kind. Diese Grundhaltung findet sich in den neueren betätigungsorientierten Ansätzen, wie z. B. dem COPM wieder.

Das Pertra-Fördermaterial unterstützt u. a. die Entwicklung von spezifischen und unspezifischen Vorläuferfähigkeiten für Lesen, Schreiben, Rechnen und die Anbahnung von Alltagsfähigkeiten.

In seiner Erweiterung durch das Pertra-Aktivierungs-Set ist jetzt auch ein gezieltes Training der kognitiven Funktionen, speziell bei Altersabbauprozessen und Demenzerkrankungen, möglich.