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Der Mehrwert des Pedalo PT-Wippbrettes

Grundprinzip: Wippbrett & Gleichgewicht

Ein Wippbrett zwingt dich, ständig kleine Korrekturbewegungen zu machen, um das Gleichgewicht zu halten. Diese Reaktionen laufen über: 


  • das vestibuläre System (Gleichgewichtsorgan im Innenohr), 

  • die Propriozeption (Körperwahrnehmung durch Muskeln, Sehnen, Gelenke), 

  • und das Zentralnervensystem, das blitzschnell reagiert, um dich stabil zu halten.

Wenn du die Ausrichtung deiner Füße zu den Kufen veränderst, veränderst du die Richtung und Art der Stabilisationsarbeit.

Vor–Zurück-Wippen (Sagittalebene) 

Füße stehen parallel zur Längsachse der Kufen. Die Bewegung geht nach vorn und hinten.


Trainingseffekte: 

  • Aktiviert Fuß-, Sprunggelenk-, Waden- und Oberschenkelmuskulatur 

  • Trainiert vor allem die vordere und hintere Kette (Schienbeinmuskeln, Waden, Core) 

  • Verbessert Reaktion auf Vorwärts-/Rückwärtsbewegungen – wichtig beim Gehen, Laufen, Stolpern 

  • Fördert die Rumpfstabilität und Kontrolle des Körperschwerpunkts

Seit–Seit-Wippen (Frontalebene) 

Füße stehen quer zu den Kufen, die Bewegung geht nach links und rechts


Trainingseffekte: 

  • Stärkt die seitliche Rumpf- und Hüftmuskulatur 
  • Aktiviert Fußaußen- und -innenkanten – wichtig für Sprunggelenkstabilität 
  • Fördert das Seiten-Gleichgewicht, das bei vielen Menschen schwächer ist 
  • Verbessert die laterale Reaktionsfähigkeit – z. B. beim Ausweichen oder schnellen Richtungswechsel

Diagonales Wippen (Transversalebene) 

Füße stehen schräg zu den Kufen, z. B. rechts vorne – links hinten. Bewegung erfolgt diagonal (eine Kombination aus Vor–Zurück und Seit–Seit) 


Trainingseffekte: 

  • Aktiviert komplexe Muskelketten über Beine, Becken und Rumpf 
  • Trainiert Rotation und Antirotation (Rumpf und Hüfte müssen gegensteuern) 
  • Verbessert die intermuskuläre Koordination (Zusammenspiel vieler Muskelgruppen) 
  • Schult das reaktive Gleichgewicht in mehrdimensionalen Bewegungen, wie sie im Alltag oder Sport ständig vorkommen → z. B. beim Stolpern, schnellen Umdrehen oder Landen nach einem Sprung

Zusammengefasst: 

Deine Vorteile wenn man die Standposition zu den Kufen verändert:


Variante

Hauptnutzen


Typische Alltagsübertragung

Vor–zurück

Rumpfstabilität, Balance beim Gehen

Stolpern, Laufen, Treppensteigen

Seit–seit

Hüftkontrolle, Sprunggelenksstabilität

Richtungswechsel, Seitenneigung

Diagonal

Ganzkörperkoordination, Reaktion

Umdrehen, Sportbewegungen, unebener Boden


Warum das für Reaktion und Gehirn wichtig ist

  • Durch den Wechsel der Achsen muss das Gehirn ständig neue Bewegungsmuster berechnen → verbessert die neuromuskuläre Anpassungsfähigkeit

  • Jede Positionsänderung fordert andere sensorische Rückmeldungen (Gelenkstellung, Druckverteilung, Muskelspannung) → stärkt die Propriozeption

  • Du trainierst also nicht nur Muskeln, sondern auch dein Nervensystem, was zu schnelleren Reflexen und besserer Körperkontrolle führt

Die Variation der Standposition auf dem Wippbrett ist keine Spielerei, sondern ein gezieltes neuro-motorisches Training. Je häufiger du die Wippachse veränderst, desto mehr Ebenen des Gleichgewichts, der Muskelsteuerung und der Reaktionsfähigkeit trainierst du – das macht dich stabiler, sicherer und reaktionsschneller im Alltag und Sport.

Übungen im Liegestütz

Ausgangsposition 

  • Du machst Liegestütze auf einem Pedalo Wippbrett: 

  • Hände auf einer instabilen Unterlage 

  • Der Körper muss permanent kleine Ausgleichsbewegungen machen 

  • Optional ziehst du abwechselnd ein Bein zur Brust

Was passiert dabei – biomechanisch & funktionell 

1. Instabile Unterlage = mehr Tiefenstabilität 

Das Wippbrett bringt Instabilität in den Schulter-, Arm- und Rumpfbereich. Dadurch müssen die kleinen, gelenknahen Stabilisatoren stärker arbeiten: 

  • Handgelenk-, Ellbogen- und Schultermuskulatur wird reaktiv stabilisiert 

  • Besonders aktiv: Rotatorenmanschette, Trizeps, Serratus anterior (vorderer Sägemuskel) 

  • Dein Core (Bauch, Rücken, Beckenboden) arbeitet permanent, um den Körper gerade zu halten 

Trainingseffekte: 

Du trainierst nicht nur Muskelkraft, sondern auch die neuromuskuläre Kontrolle (also wie gut dein Nervensystem die Muskeln ansteuert).

2. Optional Bein anziehen = dynamische Rumpfbelastung 

Das Anziehen des Beins (z. B. Knie zur Brust oder diagonal zum Ellenbogen) bringt Bewegung in den Körperkern. Das fordert vor allem: 


  • Gerade und schräge Bauchmuskeln 

  • Hüftbeuger (Iliopsoas, Rectus femoris) 

  • Gleichzeitig müssen Rücken- und Schultermuskeln stabilisieren

Trainingseffekte: 

Du trainierst statische und dynamische Stabilität gleichzeitig. Der Rumpf lernt, Kraft zu übertragen und Bewegungen zu kontrollieren – das ist funktionelles Ganzkörpertraining.

3. Koordination & Gleichgewicht 

Weil das Wippbrett ständig leicht kippt: 


  • müssen die Hand- und Schultermuskeln reaktiv ausgleichen 

  • das Gleichgewicht verlagert sich diagonal, wenn du ein Bein anziehst 

  • du trainierst intermuskuläre Koordination (Zusammenspiel vieler Muskelgruppen) 

Trainingseffekte: 

Verbesserte Reaktionsfähigkeit bei unerwarteten Bewegungen (z. B. Stolpern, rutschen, abfangen). Trainiert auch die Körperwahrnehmung (Propriozeption)

4. Kraft + Gleichgewicht + Mobilität 

Diese Übung kombiniert: 


  • Drückkraft (Brust, Trizeps, Schultern) 
  • Core-Stabilität (Bauch, Rücken) 
  • Beweglichkeit (Hüfte beim Beinanzug) 
  • Gleichgewichtskontrolle 

Trainingseffekte: 
  • Ganzkörpertraining mit maximaler Effizienz, weil mehrere Systeme gleichzeitig gefordert sind 

  • Ideal für Athletik, Functional Training, Reha, Kampfsport oder Alltagssicherheit

Zusammengefasst 

Dein Mehrwert bei Liegestützen auf dem PT-Wippbrett

Trainingsaspekt

Wirkung

Kraft

Kräftigung von Brust, Schultern, Armen, Rumpf, Hüftbeugern

Gleichgewicht

Aktivierung der Stabilisatoren in Schulter & Core

Koordination

Bessere Zusammenarbeit zwischen Armen, Rumpf & Beinen

Reaktionsfähigkeit

Schnellere Anpassung an instabile Positionen

Beweglichkeit

Dynamische Hüftmobilisation durch Beinanzug

Prävention

Schutz vor Schulter- & Rückenproblemen durch Stabilitätstraining


Liegestütze auf dem Pedalo PT-Wippbrett mit Beinanzug sind eine hocheffektive, funktionelle Übung, die Kraft, Balance, Koordination und Rumpfstabilität auf einmal trainiert. Sie simulieren reale Alltags- und Sportbewegungen, bei denen du Kraft unter Instabilität kontrollieren musst — das ist echtes Ganzkörpertraining für Gehirn und Muskeln.

Der große Vorteil des PT-Wippbrettes

Gewichte einseitig, mittig und in verschiedener Höhe positionieren können

Wenn du beim beim Pedalo PT-Wippbrett auf einer Seite zusätzlich Gewichte auflegst, dann veränderst du die physikalischen Bedingungen der Balance. Das hat große Auswirkungen auf Gleichgewicht, Reaktion, Muskelaktivierung und neuronale Steuerung.



Was passiert technisch, wenn du einseitig Gewichte auflegst 

  • Durch das Gewicht verschiebt sich der Schwerpunkt (Masseschwerpunkt) des Wippbretts. 

  • Das Brett kippt dadurch schneller und stärker auf die beschwerte Seite. 

  • Deine Muskulatur muss asymmetrisch ausgleichen, d. h. eine Seite arbeitet stärker gegen die Schwerkraft. 

  • Gleichzeitig entstehen verzögerte oder veränderte Rückstellkräfte, was die Reaktionsanforderung erhöht.

1. Asymmetrisches Gleichgewicht = mehr neuronale Aktivierung 

Wenn das Gleichgewicht nicht mehr zentral liegt, muss dein Nervensystem ständig neue Korrekturstrategien berechnen


Trainiert wird: 

  • Propriozeption (Wahrnehmung von Körperlage und Druckverteilung) 
  • Reaktionsschnelligkeit (schnelle Muskelantwort auf veränderte Schwerpunkte) 
  • Adaptionsfähigkeit des Gehirns – das heißt, dein Gehirn lernt, sich an unvorhersehbare Situationen anzupassen. 

Alltagsnutzen: 

Du reagierst schneller auf unebenen Boden, Stolpern, seitliche Bewegungen oder plötzliches Gewicht (z. B. beim Tragen einer Tasche auf einer Seite).

2. Einseitige Muskelaktivierung & Kraftausgleich 

Da die Last ungleich verteilt ist, müssen bestimmte Muskeln verstärkt stabilisieren


Beschwerte Seite: Fußaußenkante, Peroneus, seitlicher Rumpf, Gesäßmuskulatur 


Unbeschwerte Seite: Fußinnenkante, Adduktoren, schräge Bauchmuskeln 


Das Training bewirkt: 
  • Kraftausgleich zwischen rechter und linker Körperhälfte 
  • Stabilität im Becken & Core 
  • Vermeidung von muskulären Dysbalancen, die z. B. zu Rücken- oder Hüftproblemen führen können

3. Reaktives Gleichgewicht & Sensomotorik 

Das beschwerte Wippbrett bewegt sich unregelmäßig – das bedeutet: 


  • Du kannst Bewegungen nicht vorhersehen, sondern musst reflexartig reagieren. 
  • Dadurch wird die reaktive Stabilität trainiert – also die Fähigkeit, unwillkürlich und schnell auf Instabilität zu reagieren. 


Das ist genau die Fähigkeit, die dich vor Stürzen, Fehltritten oder Umknicken schützt.

4. Diagonale & Rotationskontrolle 

Wenn das Gewicht leicht versetzt liegt (z. B. diagonal oder seitlich vorn/hinten), entsteht zusätzlich ein Drehmoment (Torsion)


Dann trainierst du: 

  • rotationsstabilisierende Muskulatur (z. B. schräge Bauchmuskeln, Rückenstrecker, tiefe Hüftmuskeln) 
  • intermuskuläre Koordination – wie gut verschiedene Muskelgruppen zusammenarbeiten 


Das ist besonders wertvoll für Sportarten mit Drehbewegungen (Tennis, Golf, Kampfsport, Skifahren) oder für Rumpfstabilität im Alltag.

5. Steigerung der Trainingsintensität 

Das asymmetrische Gewicht verändert auch den Bewegungsrhythmus


  • Auf der beschwerten Seite kippt das Brett schneller
  • die Gegenbewegung ist langsamer
  • du brauchst mehr Kraft und Kontrolle, um die Bewegung zu stabilisieren. 


Das erhöht die Trainingsintensität, Koordinationsanforderung und Körperkontrolle.

Zusammengefasst 

Dein Mehrwert mit asymmetrischer Belastung

Wirkung

Erklärung

Neuronale Anpassung

Gehirn lernt, asymmetrische Instabilität auszugleichen

Kraftausgleich

Aktiviert schwächere oder weniger genutzte Muskelgruppen

Reaktives Gleichgewicht

Trainiert schnelle Stabilisationsreflexe

Rotationskontrolle

Fördert diagonale Stabilität & Rumpfkoordination

Intensitätssteigerung

Erhöht Trainingsanforderung ohne Zusatzbewegung

Verletzungsprävention

Bessere Kontrolle bei plötzlichen seitlichen Belastungen


Wenn du beim Pedalo PT-Wippbrett gezielt Gewichte auf einer Seite platzierst, trainierst du nicht nur Balance, sondern auch Asymmetrie-Kontrolle, Reaktionsfähigkeit und Tiefenstabilität.

Es ist ein Training für dein Gleichgewichtssystem auf Gehirn- und Muskelniveau – also echtes funktionelles Stabilitätstraining.

PT-Wippbrett mit Variante Aufsteckteile Fußwippen

Diese Erweiterung mit Fußwippen auf dem Pedalo PT-Wippbrett ist biomechanisch ausgesprochen clever, weil sie ein hochfunktionelles Training für Sprunggelenk, Beinachse und sensomotorische Kontrolle ermöglicht. 


Was passiert bei Fußwippen auf dem Wippbrett 

  • Die Fußwippen sind kleine, bewegliche Elemente, auf denen du stehst. 

  • Während sich das Wippbrett neigt (vor/zurück, seitlich, diagonal), können deine Füße zusätzlich unabhängig in sich arbeiten

  • Das bedeutet: Auch wenn das Brett kippt, können Sprunggelenke und Beinachse aktiv stabil bleiben – du musst also dynamisch gegensteuern, um eine neutrale Position zu halten. 


Das ist biomechanisch sehr anspruchsvoll und bringt gleich mehrere Trainingseffekte.

1. Gezielte Stabilisierung der Sprunggelenke 

Wenn du auf den Fußwippen stehst, muss jedes Sprunggelenk ständig fein ausgleichen, um die Fußachse stabil zu halten. Dabei werden die tiefen, gelenknahen Muskeln aktiviert, z. B.: 


  • Peroneus longus/brevis (äußere Unterschenkelmuskulatur) 
  • Tibialis anterior/posterior (innere Fußheber und -senker) 
  • Fußwurzel- und Zehenmuskeln (für Mikroanpassungen) 

Trainingseffekte: 
  • Kräftigung und Koordination der Tiefenstabilisatoren im Fuß- und Sprunggelenk 
  • Verbesserte Reaktionsfähigkeit bei Umknicken oder unebenem Boden 
  • Prävention von Sprunggelenksverletzungen

2. Kontrolle der Beinachse 

Durch die zusätzliche Beweglichkeit der Fußwippen bleibt das Knie in korrekter Achse (nicht nach innen kollabierend). Das trainiert das neuro-muskuläre Zusammenspiel zwischen: 


  • Fuß → Unterschenkel → Knie → Hüfte 

Trainingseffekte: 

Du schulst eine funktionell stabile Beinachse, reduzierst das Risiko für Kniebeschwerden, Patellaspitzensyndrom, Läuferknie usw. und unterstützt gesunde Gelenkmechanik bei Gehen, Laufen, Springen.

3. Sensomotorisches Training auf zwei Ebenen

Mit dem Pedalo PT-Wippbrett + Fußwippen arbeitest du auf zwei Instabilitätsebenen gleichzeitig:


Ebene: Makroebene (gesamtes Brett kippt) 

Steuerung: Rumpf, Hüfte, Beine 

Nutzen: Gleichgewicht & Ganzkörperkoordination 


Ebene: Mikroebene (Fußwippen bewegen sich) 

Steuerung: Sprunggelenke, Fußmuskeln 

Nutzen: Feinmotorik & sensomotorische Reaktion 


Das Gehirn muss beide Ebenen gleichzeitig verarbeiten.


→ Dadurch entsteht ein intensives Sensomotorik- und Reaktionstraining, das weit über normales Balance- oder Krafttraining hinausgeht.


Das ist wie Balancieren auf einem Boot, während du gleichzeitig versuchst, auf zwei losen Brettern stabil zu stehen – dein Nervensystem wird maximal gefordert und trainiert dadurch effektiver.

4. Funktionelles & alltagsnahes Training 

Diese Trainingsform simuliert sehr realistische Bewegungsmuster, wie sie im Alltag oder Sport vorkommen: 


  • Gehen auf unebenem Gelände 

  • Landen nach Sprüngen 

  • Richtungswechsel beim Sport 

  • Stabilisieren bei plötzlichen Bewegungen 

Trainingseffekte: 

  • Erhöhte Reaktionsgeschwindigkeit 

  • Verbesserte Körperwahrnehmung (Propriozeption) 

  • Sicherere Bewegungen in Alltag, Beruf und Sport

5. Reha- und Präventionseffekt 

Besonders wertvoll ist die Kombination bei: 


  • Sprunggelenksinstabilitäten (nach Umknicken oder Bandverletzungen) 

  • Knie- und Hüftfehlstellungen 

  • Fußfehlformen (z. B. Knick-, Senk-, Spreizfuß) 

  • Gangunsicherheiten bei Senioren 


Denn die Fußwippen erlauben, die Beinachse aktiv zu stabilisieren, ohne sie zu fixieren – also kontrollierte Freiheit, die das natürliche Bewegungsausmaß erhält.

Zusammengefasst

Dein Mehrwert mit Fußwippen auf dem PT-Wippbrett 

Fuß- & Sprunggelenksstabilität: Kräftigt tief liegende Muskeln, schützt vor Umknicken


Beinachsenkontrolle: Verhindert Knieeinwärtsbewegung, stabilisiert Beinlinie 


Sensomotorik: Zwei Ebenen Instabilität → intensives Reaktionstraining 


Gleichgewicht & Koordination: Ganzkörpertraining mit Fokus auf Fuß–Bein–Hüfte 


Prävention & Reha: Ideal nach Verletzungen oder zur Vorbeugung bei Instabilität 


Die Fußwippen auf dem Pedalo PT-Wippbrett ermöglichen ein hochpräzises, funktionelles Gleichgewichtstraining, bei dem du lernst, trotz Instabilität eine stabile Beinachse und kontrollierte Sprunggelenke zu halten. Du trainierst nicht nur Muskeln, sondern dein ganzes neuro-motorisches System — das macht dich reaktionsschneller, stabiler und sicherer in jeder Bewegung.

Übungen mit dem Zubehör Widerstandsbänder

Wenn du Widerstandsbänder am PT-Wippbrett einhängst und sie z. B. bei Kniebeugen (Squats) in Vorhalte spannst, passiert biomechanisch eine ganze Menge – und du machst aus einer einfachen Übung ein hochfunktionelles Ganzkörpertraining


Was passiert biomechanisch 

Beim klassischen Squat trainierst du hauptsächlich: 


  • Beine (Quadrizeps, Gesäß, Beinbeuger) 

  • Rumpf (zur Stabilisierung) 


Wenn du nun auf dem Pedalo PT-Wippbrett stehst und zusätzlich Widerstandsbänder nach vorn ziehst, passiert folgendes: 


Du musst deinen Körper gegen zwei Instabilitäten stabilisieren


  • Vertikal: Das Wippbrett kippt → Balanceforderung 

  • Horizontal: Das Band zieht dich nach vorn → Gegenspannung nötig 


Das heißt, dein Rumpf, Schultergürtel und Beinachsen müssen permanent zusammenarbeiten, um dich aufrecht zu halten. 


→ Das macht die Übung viel funktioneller und realitätsnäher.

1. Gleichgewicht + Muskelkoordination 

Das Wippbrett bewegt sich unter dir. Durch das Band entsteht gleichzeitig eine Zugspannung nach vorn

Dein Körper muss beides sensorisch erfassen und motorisch kompensieren – also ständig mikroskopische Anpassungen durchführen. 


Trainiert wird: 

  • Propriozeption (Körperwahrnehmung) 

  • intermuskuläre Koordination (Zusammenspiel mehrerer Muskelgruppen) 

  • Reaktionsfähigkeit (schnelle Korrekturen bei instabilen Situationen) 


→ Du trainierst dein zentrales Nervensystem mindestens so stark wie deine Muskeln.

2. Rumpf- & Core-Stabilität 

Die Zugrichtung der Bänder erzeugt ein Kippmoment nach vorn

Dadurch müssen besonders folgende Muskeln gegenhalten, um dich aufrecht zu halten: 


  • Bauchmuskulatur (gerade + schräge) 
  • Rückenstrecker 
  • Schulterblattstabilisatoren 
  • Hüftstrecker 
Trainingseffekte: 
  • Massiv verbessertes Körperzentrum (Core) 
  • Du lernst, Beinbewegungen mit stabiler Körpermitte zu kombinieren – genau wie im Alltag und Sport.

3. Optimierte Beinachsenkontrolle 

Wenn du beim Squat auf dem Wippbrett stehst (Kufen quer), musst du deine Knie in Linie mit Hüfte und Fuß halten, um nicht zur Seite zu kippen. 

Die Widerstandsbänder erschweren das zusätzlich, da sie dich leicht nach vorn oder zur Seite ziehen. 


Trainingseffekt: 

  • Intensive Aktivierung der Hüftaußenrotatoren, Adduktoren und Fußmuskeln 

  • Schulung der funktionellen Beinachse (Knie stabil über Fuß) 


Das schützt langfristig vor Knieproblemen und Fehlbelastungen.

4. Oberkörperaktivierung und Haltungsstabilität 

Wenn du die Arme in Vorhalte hältst, während du das Band spannst, arbeitest du aktiv gegen den Zug. 


Trainierte Muskelgruppen: 

  • Schulterstabilisatoren (vordere Deltamuskulatur, Rotatorenmanschette) 

  • Trapezmuskel & Rhomboiden (Schulterblattführung) 

  • Brustmuskulatur & Bizeps/Trizeps je nach Bandrichtung 

Trainingseffekte: 
  • Bessere Körperhaltung 

  • Verbesserte Schultergelenksstabilität 

  • Schulung der Bewegungskontrolle zwischen Ober- und Unterkörper

5. Ganzkörperintegration 

Durch die Kombination „Instabilität + Zugwiderstand + Ganzkörperbewegung“ trainierst du: 


  • Mehrere Bewegungsebenen gleichzeiti

  • Muskuläre Kopplung (Arme, Rumpf, Beine arbeiten synchron) 

  • Reaktive Stabilität – du hältst nicht statisch, sondern dynamisch Balance 


Das entspricht genau dem, was in Alltag und Sport passiert: 

Mehrere Kräfte wirken gleichzeitig, und du musst ganzheitlich stabilisieren, nicht nur isoliert Muskeln anspannen.

6. Haltungsschulung & Tiefenwahrnehmung 

Die Kombination fördert: 

  • Aufrechte Haltung 

  • Bewusste Körperwahrnehmung 

  • Kontrolle über Bewegungsrichtung und Geschwindigkeit 


Das schult nicht nur Kraft, sondern auch Bewegungsintelligenz – dein Körper „lernt“, ökonomischer und sicherer zu reagieren.

7. Reha- & Präventionseffekt 

Gerade in der Physiotherapie oder Prävention ist diese Kombination sehr wertvoll: 


  • Fördert Knie- und Hüftstabilität nach Verletzungen 

  • Aktiviert Haltemuskulatur (Core & Rücken) 

  • Verbessert Gleichgewicht nach Stürzen oder Operationen

Zusammengefasst 

Dein Mehrwert durch Widerstandsbänder am PT-Wippbrett

Trainingsziel

Wirkung

Gleichgewicht & Stabilität

Balance unter Zugbelastung, reaktive Kontrolle

Core & Rumpfstabilität

Schutz vor Vorneigung, kräftigt tief liegende Haltemuskeln

Beinachsenkontrolle

Stabilisiert Knie und Hüfte unter Belastung

Ganzkörperkraft

Beine, Rumpf, Schultern aktiv gleichzeitig

Koordination & Reaktion

Trainiert schnelle Anpassung an Mehrfachbelastungen

Prävention & Reha

Ideal bei instabilen Gelenken, Haltungsproblemen, Rückenschwäche


Wenn du am Pedalo PT-Wippbrett Widerstandsbänder einhängst und sie während einer Squat-Übung in Vorhalte hältst, trainierst du Kraft, Gleichgewicht und Körperkontrolle gleichzeitig.

Es wird vom einfachen Krafttraining zum neuro-muskulären Ganzkörpertraining, das Haltung, Stabilität und Reaktion auf ein neues Level hebt.

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